…wird jetzt hier mal das Rätsel Nummer zwei gelöst! Ich gebe zu, das hat jetzt ein bisschen gedauert.
Als ich am ersten Freitag, wie angekündigt, das Rätsel lösen wollte, war das Objekt leider gerade aufgegessen worden (und ich habe nicht dran gedacht, es vorher fotografisch festzuhalten). Und danach war einfach zu viel zu tun in Sachen Vorbereitung für Peters Eltern. Dafür hat jetzt aber Elisabeth (Peters Mama) mitgeholfen und sich todesmutig darangemacht, diese “Wurmdinger” auf dem Foto vom Rätsel Nummer 2 mal näher unter die Lupe zu nehmen.
Diese Zotten, die ihr darauf seht, die gehören - zu einer Frucht, der Granadilla. Und was sich die Evolution da ausgedacht hat, ist einfach faszinierend!
Von außen sieht das ganze aus, wie ein übergroßes, orangenes, weiß getüpfeltes Ei mit Stiel. Die äußere Hülle ist glatt und ziemlich hart. Wenn man/frau mit dem Daumen feste gegen diese äußere Haut drückt, kracht sie ein, ja splittert. Ganz ähnlich wie eine Eierschale kann man sie dann Stückchen für Stückchen abbröckeln.
Darunter befindet sich eine weitere Hülle aus einer Masse ähnlich wie weißer Schaumgummi: weich, luftig, polsternd. Auch die muss man/frau entfernen und an dieser weißen Polsterhülle sitzen dann nach innen gerichtet die Zotten, die ich für das Rätsel fotografiert habe. An jedem dieser Zippel hängt ein Kern, der wiederum von einer grau-durchsichtigen, gallertartigen Masse umgeben ist. Diese Kerne im Glibbermantel liegen dicht an dicht, so dass der ganze graue Klumpen an eine Art “Alienhirn” erinnert.
Den kann man essen und der ist superlecker, und bei so einer Verpackung sicher auch kostbar (will sagen: gesund!): Die Gallerte ist fruchtig-säuerlich, die dunklen Kerne darin total knusprig: Zusammen gibt das ein außergewöhnliches Geschmacks- und Kauerlebnis!
Peter hat erzählt, dass viele Schulkinder eine Granadilla als Pausenbrot mit in die Schule nehmen. (Praktisch, braucht man ja auch keine Tupperdose mehr!)