Archiv für die Kategorie ‘Essen und Trinken’

Endlich Ferien!

Juni 30, 2008

Nach einigen Stresswochen sind endlich die Sommerferien da! Zwar hatte Peter am Freitag schon seinen letzten Schultag, musste aber heute morgen nochmal ins Colegio, um dort letzte Vorbereitungen für eine Nachprüfung zu treffen, die am 11. Juli stattfindet (und das ist dann wirklich die letzte Tat in diesem Schuljahr).

Ab morgen wollen wir reisen: Es geht zunächst noch einmal an die Urbina, die höchste aller ecuadorianischen Bahnstation am Fuße des Chimborazo - die allerdings mittlerweile nicht mehr in Betrieb ist, dafür aber ein sehr gemütliches und rustikales Hostal mit Holzofen und Almhüttenflair.

Der freundliche Rucksackladen.Also sind wir heute nochmal durch die Stadt geflitzt, um einige Erledigungen zu machen, unter anderem habe ich einen neuen kleinen Tagesrucksack gekauft. In dem Laden in der Straße “Mariscal Sucre”, in dem es wirklich ausschließlich Rucksäcke (”mochilas”) in allen Größen, Formen und Farben gab, ratterten hinter einen kleinen Türe auch zwei Nähmaschinen - woraufhin Peter seinen alten Rucksack rüberreichte mit der Frage, ob sie ihn reparieren können? (Eine Naht war aufgegangen.)

Und tatsächlich: Wir mussten zwar eine Viertelstunde warten - aber dann reichte uns der Meister der Rucksäcke Peters altes Stück. Super repariert, sogar mit doppelter Verstärkung. Und gekostet hat das auch nix! Wir waren total begeistert (sonst läuft es eher so, dass wir AusländerInnen überteuerte Gringopreise zahlen müssen oder auch schon mal ordentlich übers Ohr gehauen werden).

Louis mit seiner Frau im Eingang des neuen Restaurants.Unser Mittagessen haben wir heute bei Louis verspachtelt, in seinem neuen Lokal. Dort gibt es die allerbesten Pizzen von der ganzen Welt (so ungefähr) und dazu noch äußerst leckere, selbstgemachte Ravioli sowie eine herrliche Schokoladentorte, die sowohl oben als auch unten und in der Mitte eine Schokoladenschicht hat.

Wie er das hinkriegt, hat Louis uns nicht so genau verraten. Sein Koch-Handwerk aber hat er in Italien gelernt. Seit etwa zwei Wochen hat er ein neues Ladenlokal am Parque San Sebastian, in dem waren wir heute zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal.

Auch an “unserem” Kaffeeladen, sind wir noch einmal vorbeigekommen. Ihn zu finden, ist leicht: In der Mariscal Sucre, an der Kathedrale und am Blumenmarkt vorbei, und dann immer der Nase nach. Es ist der erste der zwei Kaffeläden, gleich auf der rechten Seite. Denn es duftet fein nach frisch gerösteten Kaffebohnen aus Loja, die nach Bedarf gemahlen werden und das Kaffepulver dann in Plastiktüten eingeschweißt. Wir sollen uns dick anziehen, meinte die Besitzerin. Am Chimborazo sei es jetzt zwar “lindo” (also schön), aber auch “con mucho frió” (also saukalt). Wir haben versprochen, uns warm in viele Schichten einzupacken.

Endlich…

März 15, 2008

Elisabeth löst das Rätsel.…wird jetzt hier mal das Rätsel Nummer zwei gelöst! Ich gebe zu, das hat jetzt ein bisschen gedauert.

Als ich am ersten Freitag, wie angekündigt, das Rätsel lösen wollte, war das Objekt leider gerade aufgegessen worden (und ich habe nicht dran gedacht, es vorher fotografisch festzuhalten). Und danach war einfach zu viel zu tun in Sachen Vorbereitung für Peters Eltern. Dafür hat jetzt aber Elisabeth (Peters Mama) mitgeholfen und sich todesmutig darangemacht, diese “Wurmdinger” auf dem Foto vom Rätsel Nummer 2 mal näher unter die Lupe zu nehmen.

Diese Zotten, die ihr darauf seht, die gehören - zu einer Frucht, der Granadilla. Und was sich die Evolution da ausgedacht hat, ist einfach faszinierend!

granadilla-2.jpgVon außen sieht das ganze aus, wie ein übergroßes, orangenes, weiß getüpfeltes Ei mit Stiel. Die äußere Hülle ist glatt und ziemlich hart. Wenn man/frau mit dem Daumen feste gegen diese äußere Haut drückt, kracht sie ein, ja splittert. Ganz ähnlich wie eine Eierschale kann man sie dann Stückchen für Stückchen abbröckeln.

Darunter befindet sich eine weitere Hülle aus einer Masse ähnlich wie weißer Schaumgummi: weich, luftig, polsternd. Auch die muss man/frau entfernen und an dieser weißen Polsterhülle sitzen dann nach innen gerichtet die Zotten, die ich für das Rätsel fotografiert habe. An jedem dieser Zippel hängt ein Kern, der wiederum von einer grau-durchsichtigen, gallertartigen Masse umgeben ist. Diese Kerne im Glibbermantel liegen dicht an dicht, so dass der ganze graue Klumpen an eine Art “Alienhirn” erinnert.

Granadilla in ihren EinzelteilenDen kann man essen und der ist superlecker, und bei so einer Verpackung sicher auch kostbar (will sagen: gesund!): Die Gallerte ist fruchtig-säuerlich, die dunklen Kerne darin total knusprig: Zusammen gibt das ein außergewöhnliches Geschmacks- und Kauerlebnis!

Peter hat erzählt, dass viele Schulkinder eine Granadilla als Pausenbrot mit in die Schule nehmen. (Praktisch, braucht man ja auch keine Tupperdose mehr!)

Was ist das? - Rätsel Nummer 2

Februar 25, 2008

ratsel-2.jpgHier ist ein neues Rätsel für euch. Was könnte das wohl sein? Ein aus dem Meer gefischtes Stück Koralle? Eine tropische Wurmart? Eine Schuhsohle mit Gumminoppen? Ein Massagehandschuh?

Die Lösung gib’s am Freitag. Viel Spaß beim Kopfzerbrechen…