Problem auf vier Pfoten

By angelikainecuador

Ich bin gerade mit Peter unterwegs, wir waren nochmal am Chimborazo, dann in Otavalo, wo es einen grossen, sehr schoenen Markt gibt.

Jackie herself

Seitdem haben wir ein kleines Problem: Es ist klein, schwarz, hat vier Pfoten und ist ein Hundemaedchen. Wir haben sie in Otavalo auf dem Tiermarkt gesehen, dort lief sie auf dem Platz herum, wo auch die Kuehe standen. Sie hat uns quasi ausgewählt, denn sie rannte zielstrebig auf uns zu. Kaum hatte ich mich nach ihr gebueckt und sie gestreichelt, sagten die Besitzer schon: Yo te regalo! (”Ich schenkse dir!”) – und sind abgehauen. Was sollten wir also tun? Irgendjemandem hinterlassen ging gar nicht (so wie die meisten ihre Tiere behandeln…).

Seither reisen wir mit Hund, was eigentlich ganz gut geht. Und zerbrechen uns den Kopf, wie es mit ihr weitergehen koennte. Wir schaetzen, dass sie etwa 5 Wochen alt ist (also eigentlich noch viel zu klein, um von ihrer Mama weg zu sein) – allerdings denke ich, dass sie einer sehr kleinen Rasse angehoert, denn die Pfoten sind winzig.

Strandspaziergang

Wir haben sie jetzt seit drei Tagen und sie ist schon recht gut an uns gewoehnt, wir koennen schon lange Strandspaziergaenge machen und sie folgt uns auch (wir rufen sie die ganze Zeit und locken sie, das funktioniert ganz gut). Wenn wir allerdings Gegenverkehr haben, laeuft sie uns manchmal davon… Aber auch das wird besser (wir locken und machen, Peter ist schon ein richtiger Koenig im “becircen” der Kleinen).

Fressen ist ein Problem: Wir sind inzwischen hier in Canoa, an der Kueste. Nachdem am Anfang alle erzaehlt haben, dass die Kleine Milch trinken soll, hatten wir das versucht, aber das gab Kotzen und Durchfall, also hatte sich das gleich erledigt. Wir haben dann festgestellt, dass sie Fleisch und Fisch mag (gegart), das kriegt sie jetzt mit Reis, das funktioniert eigentlich ganz gut.

Nachts muessen wir oefters mal aufstehen, sie meldet sich immer, wenn sie Pipi muss – aber manchmal ist es dann auch schon zu spaet, wir sind schon ExpertInnen im Hundepfuetzenaufwischen und unser Klopapierverbrauch…. uiuiui. Aber auch das klappt immer besser.

Die grosse Frage ist jetzt nur: Was sollen wir tun? Gibt es irgendjemanden, der sich mit Bestimmungen auskennt, wie man so ein Hundemaedchen nach Deutschland kriegen kann? (Bitte ganz rasch melden!) Das waere eine Moeglichkeit – wenn auch vermutlich schwierig. Ich weiss nicht, wie das mit den Quarantaenebestimmungen (sie ist ja dafuer noch viel zu klein) und Impfungen aussieht.

Jackie & Geli

Eine andere Moeglichkeit waere natuerlich auch, hier einen Platz mit lieben Menschen fuer sie zu finden. Problem: Die Leute, die Tiere moegen, haben meistens schon viele und wollen nicht mehr. Ich kann sie aber auch nicht einfach so jemandem in die Hand druecken. Die meisten Leute kuemmern sich wenig bis gar nicht um “ihre” Hunde, und klar, es gibt auch irre viele Strassenhunde. Seit die kleine “Jackie Sparrow” (nach dem Piratenkapitaen aus “Piraten der Karibik”) bei uns ist, sehen wir nur totgefahren Hunde an der Strasse oder kranke, humpelnde, magere…

Gibt es eine Organisation, die Tier nach Deutschland bringt? Wo koennte ich mehr in Erfahrung bringen, wie ich sie “einfuehren” kann? Koennt ihr, die ihr das lest, mal in eurem BekanntInnenkreis rumfragen und euch melden?

Ich schwanke dauernd zwischen Freude (sie ist sooo hinreissend!) und Traurig-Sein, weil wir nicht wissen, was am besten tun…

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