Ausflug zu Artesa

By angelikainecuador

unterwegs mit Silke und GerhardHeute war Ausflug-Tag, trotz Regen. Silke (eine Kollegin von Peter am Colégio Aleman) und Gerhard (ihr Mann) haben Peter und mich mitgenommen zu einer Keramik-Fabrik, die es schon seit über 35 Jahren hier in Cuenca gibt.

Dort, bei Artesa, werden in Handarbeit relativ große Stückzahlen der Geschirrserien des Keramik-Künstlers Vega (der hier aus Cuenca kommt) sowie anderer Firmen, die ihre Waren bis nach Europa exportieren, hergestellt. Unter anderem auch eine Serie für Gepa, die in Deutschland in „Dritte-Welt-Läden“ verkauft wird.

Rohgeschirr Wir haben mit einer sehr netten Mitarbeiterin eine kleine Führung durch die Fabrik, ein großes Ziegelgebäude, gemacht, bekamen alles erklärt, durften fotografieren und die einzelnen Produktionsschritte bestaunen.

Zunächst werden die Tassen, Teller, Töpfchen, Vasen und Tiegel geformt, dann trocknen sie erst einmal an der frischen Luft, bevor sie geschliffen und zum ersten Mal gebrannt werden. Die Henkel allerdings werden separat hergestellt und in einem Extra-Schritt später an die Tassen angebracht.

von Hand bemaltDanach wird die Farbe aufgetragen. Für jede Form gibt es eine spezielle, biegsame Schablone aus Plastik, mit deren Hilfe die Muster aufgemalt werden. Einige Muster und Umrandungen werden aber auch mit dunklen Wachsstiften auf das Geschirr aufgebracht. Dann werden die Stücke zum zweiten mal gebrannt.

Die MitarbeiterInnen lernen erst einmal, wie die „einfachen“ Muster aufgemalt werden und wechseln dann mit wachsender Erfahrung zu den schwierigeren Dekorationen. Zum Teil wird auch ganz ohne Schablone gearbeitet und ausschließlich von Hand gemalt.

Der VerkaufsraumNeben dem dem normalen Verkaufsraum, in dem Tische mit den diversen Geschirren gedeckt sind und man auch Einzelstücke aus dem Haus Vega in einer Ausstellung bewundern kann, gibt es eine Bodega in der die sogannte B-Ware verkauft wird (also Stücke mit kleinen Fehlern). Lange Regale in denen wir wunderbar rumkruscheln und uns die besten Stücke (für wirklich ziemlich wenig Geld) raussuchen konnten.

Die BodegaSilke und Gerhard sind schon einmal dort gewesen und haben einen Großeinkauf gemacht (der heute allerdings um weitere Teile ergänzt wurde…). Peter und ich haben ordentlich zugeschlagen (aber nix zerdeppert). Wir sind jetzt bestens ausgestattet mit Bechern, Schüsselchen und Schälchen aus der „Fiesta“-Serie und haben auch zwei sehr schöne Platten eingekauft.

Peter und ich mit unserem neuen GeschirrNach unserer Shopping-Tour sind wir erst zu Silke und Gerhard nach Hause gefahren und haben aus deren neuen Tassen „café pintado“ getrunken (also einen Espresso mit einem Schlückchen Milch). Und nach diesem ausgiebigen Kaffeeklatsch haben Peter und ich aus unseren neuen Schalen selbstgekochte „chinesische“ Gemüsenudeln gegessen. Und weil wir so begeistert von unserem schönen bunten neuen Geschirr sind (auch wenn Peter auf dem Bild ein bisschen ernst guckt: Er ist begeistert!) gleich auch das Bier aus den Bechern!

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