Cuenca… und schon geht es weiter

By angelikainecuador

Oliver Glaser)So kommt Olli nach der Ankunft in Guayaquil, dem Aufenthalt an der Costa in Puerto Rico und dem ersten Aufstieg in den Anden am Chimborazo dann doch nach Cuenca. Und hier ist am Montag mal wieder ein Rucksack-Ausräum- und Wasch-Tag angesagt.

Nun ist es so, dass ich hier ja schon mit einem Fuß in der Hausfrauisierungs-Falle stehe: Peter und ich wohnen in einem ganzen Haus, das geputzt, aufgeräumt und zum Teil sogar gestrichen werden will. Und Peter ist in der Schule, Geld verdienen. Ich verdiene grad keins – und hab darum so einiges dieser Hausarbeit übernommen.

Aber so ganz hat mich der Hausfrauen-Virus noch nicht im Griff: Als ich nämlich Ollis weiße T-Shirts aus der Maschine hole (in die ich extra “Cloro”, ein Bleichmittel, reingeschüttet habe, um ein “strahlendes Weiß” zu erreichen), sind die – rosa. Um nicht zu sagen: knatsch-pink. Besonders an den Ärmeln und am Kragen. Na Super!

Olli im Parque Calderon. Fotografierend.So führt dann ein erster Rundgang mit Olli durch Cuenca in den “Supermaxi”, den einen der zwei Supermärkte, die es hier gibt, und wir kaufen ein (völlig unökologisches) super-duper-strong-Bleichmittel, um das Rosa wieder rauszukriegen. Nebenher darf Olli natürlich auch noch die Kathedrale angucken (und fotografieren).

Ich komme mal wieder groß als Cuenca-Kennerin raus und gebe die Reiseleiterin. Ich führe Olli auf den Blumenmarkt, wo er mit mir “pitimas”, dieses rote Getränk der Karmeliterinnen trinken muss (in dem auf jeden Fall Rote Beete drin ist…), zu einigen Kirchen (in denen zur Zeit fette Anti-Abtreibungsplakate hängen – und ich hab leider keine “Pro Choice”-Aufkleber dabei).

Saft Trinken ISaft Trinken IIIn ein paar nette Kneipen (unter anderem in das “Sakura”, das Sushi-Restaurant am Fuße der Escalinata, wo wir köstliches Gemüse, ausgebacken in Tempura-Teig essen). Und natürlich vorbei am Standbild von Jefferson Perez, dem einzigen Olympiasieger Ecuadors (im Gehen) im “Parque de la Madre” und ins Panama-Hut-Museum mit dem gemütlichen Café.

Olli hat das Kleingedruckte bei Vertragsabschluss der Ecuador-Reise nicht gelesen. Pech! Er muss nämlich “die Hausfrau” entlasten (Sie zum Beispiel beim Kochen durch Kuba Libre-Machen und Mittrinken bei Laune halten), ständig selber kochen (vegan und sehr, sehr lecker!) – und sogar Abwaschen!

Gesucht... Der Arme ist aber bald wieder erlöst, denn am Mittwochabend geht es schon wieder weiter mit der Reiserei: Peter hat am 1. Mai frei, der Freitag ist ein Brückentag. Vier Tage also, an denen wir zu dritt etwas unternehmen können. Wir wollen zur Laguna Quilotoa. Diesmal haben wir kein Auto, wir müssen mit dem Bus fahren. Und um möglichst viel Zeit vor Ort verbringen zu können, entschließen wir uns für das Abenteuer “Nachtbus” von Cuenca nach Latacunga (das auf der Busstrecke von Cuenca nach Quito liegt). Von dort wollen wir nach Saquisilí – wo donnerstags ein großer Markt stattfindet. Und von dort aus weiter über Sigchos nach Chugchilan ins “Black Sheep Inn“, das zu den Top-Ten-Ökolodges gehört.

Mitten in der Nacht geht es los, Olli und ich haben am Nachmittag die Busfahrkarten gekauft: Abfahrt 23.30 Uhr, Terminal Terrestre Cuenca, nach Latacunga.

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